0
0
00
Zu den Arbeiten

Zu den Arbeiten

 

SteinSein, Tusche auf Papier/ dig. 2005/09

 
"Sagen wir mal so: Was mich antreibt, sind zunächst mal die Beobachtungen, die ich mache, ich sehe irgend etwas, was mich neugierig macht. Dem will ich dann auf den Grund gehen indem ich meine Beobachtungen zu Papier bringe. Wenn ich sage: Auf den Grund gehen, dann meine ich damit, wenn ich etwas male oder zeichne, dann löst das Gedanken und Wahrnehmungen bei mir aus, die über das Gesehene hinaus gehen und auf irgend etwas Tieferes hinweisen. Das fließt dann in das Gezeichnete mit ein. Dabei erfährt man Vieles über sich selbst und über den Schöpfer und die Welt. Vielleicht ist das so meine ganz eigene Art von Meditation.

Das können also irgendwelche Gegenstände und Teile, Strukturen oder Merkmale von diesen sein. In der Natur finde ich sehr Vieles, was mich interessiert. Das können Pflanzen, Tiere aber auch ein paar Steine oder Landschaften sein.
Auch Gesichter haben immer schon meine Neugier geweckt und zur Darstellung angeregt. Es ist immer die Frage: Wer oder was bist Du?
Oft sind es auch Alltagsgegenstände, die ich mit dem Stift in der Hand aus der Nähe betrachte. Manchmal erscheinen solche Zeichnungen später wie Illustrationen zu Geschichten -  oft mit satirischem Unterton - die vielleicht noch nicht geschrieben worden sind.
Bei genauerem Hinsehen hat halt alles auch eine komische Note oder wird plötzlich eigenartig fremd.

Ob ich irgendein Anliegen oder eine Botschaft damit verbinde? Sicher nicht vordergründiger oder tagespolitischer Art, "Silent night Chinese style", die "Totentänze"  und einige Blätter aus den "Zeitgesichtern" mögen eine Ausnahme sein... Nein, es ist eher so, dass mir schon Leute nach dem Betrachten meiner Bilder gesagt haben, es sei eine Ruhe der Betrachtung, ein Sich-Einlassen auf einen Gegenstand der Betrachtung, die sich Ihnen mitgeteilt hat. Das haben sie dann irgendwie mitnehmen können und ihre eigene Wahrnehmung ihrer Umgebung hätte sich dadurch spontan verändert. Das finde ich toll und das finde ich ganz wesentlich. Das ist mir zunächst mal Botschaft genug, finde ich.

Ich höre auch manchmal von Künstlerkollegen, dass sie selbst auch wieder Lust aufs Zeichnen bekommen, nachdem sie meine Arbeiten gesehen haben. Das gefällt mir auch und ich freue mich darüber, wenn mehr Leute sich wieder intensiver damit beschäftigen. Ich glaube, dass Zeichnen im Vergleich zur Malerei so ähnlich wie Kammermusik zur Sinfonie ist und für mich ist das von jeher eine sehr spannende und komprimierte Ausdrucksform, ob es nun Streichquartette von Beethoven oder Stücke von John Coltrane sind.

Meine Vorbilder? Da müßten wir weit ausholen. Sicher vor allen anderen die Meister des Barock: Rembrandt, Dürer - auch wegen ihrer reformierten Spiritualität. Aber natürlich auch andere herrausragende Zeichner wie Daumier, Corot bis zu unseren Tagen: Hrdlicka, Janssen ganz sicher und einige andere, die kaum einer kennt. Woimmer Leute auf alles Parfümierte verzichten wollen und sich der wirklichen Wirklichkeit zuwenden um sie zu durchdringen, da weckt das mein Interesse.

Wenn wir über das reden, was mich antreibt, dann ist da ausserdem noch ganz einfach diese Lust am Bildnerischen, am Zeichnen und Malen, seit ich denken kann. Seit ich vier oder fünf Jahre alt war, stand das ganz einfach fest: Zeichnen und Malen ist das, was du machen willst." -

(Auszug aus: S.Bobsien - Interviews und Künstlergespräche 2009)


Sämtliche gezeigten Arbeiten sind urheberrechtlich geschützt. Kopie oder Vervielfältigung bedarf der Genehmigung des Autors.

 

 

Kontakt: s.wang@live.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausgangspunkt meiner Darstellungen sind Gegenstände oder Merkmale und Teile von diesen. Wenn es mir passend erscheint, kombiniere ich traditionelle Arbeitsweisen - wie Zeichnung, Malerei und klassische Druckverfahren - zunehmend mit modernen Medien wie der Fotografie oder der digitalen Nachbearbeitung. -

Es sind v.a.Momente des Übergangs, die mich interessieren: wie etwas zu keimen beginnt oder wie etwas von einem Zustand in einen anderen wechselt.
Die Natur liefert mir dazu Anschauungsmaterial in Hülle und Fülle. Speziell zum Thema Bäume sammle ich Skizzen und Zeichnungen,  in denen ich mich immer wieder mit deren natürlichen Wuchsformen und mit Wäldern generell beschäftige. Neben diesen Betrachtungen finden sich Arbeiten zum Thema Struktur, Geflechte und Farbe.

 

Ausgangspunkt meiner Darstellungen sind Gegenstände oder Teile und Merkmale von diesen. Wenn es mir passend erscheint, kombiniere ich traditinelle Arbeitsweisen - wie Zeichnung, Malerei oder Druckgrafik - zunehmend mit modernen Medien wie der Fotografie oder der digitalen Nachbearbeitung.



Sven Wangemann  s.wang@live.de